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Katrin Schneidergestorben am 12. Januar 2026

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Der Verlust meiner Mama hat eine Leere in meinem Leben hinterlassen, für die es kaum Worte gibt. Seit sie nicht mehr da ist, fühlt sich die Welt leiser an, schwerer, und zugleich unbegreiflich fremd. Ich trauere nicht nur um den Menschen, den ich verloren habe, sondern auch um all die Gespräche, die noch hätten kommen sollen, um die Umarmungen, um den Rat, den nur sie mir geben konnte.

Meine Mama war nicht nur meine Mama, sie war meine Begleiterin, mein Halt, ein Teil von mir. Ihr Tod hat mein Leben für einen Moment stillstehen lassen. Die Trauer ist manchmal überwältigend, manchmal ganz leise – sie kommt in Wellen, in Erinnerungen, in scheinbar kleinen Momenten, die früher selbstverständlich waren. Dann vermisse ich ihre Stimme, ihr Lächeln und ihre besondere Art, mich zu verstehen, selbst ohne Worte.

Was uns immer besonders verbunden hat, war unsere gemeinsame Liebe zum Karneval und zur kölschen Musik. Diese Musik war für uns mehr als nur Unterhaltung – sie war Lebensgefühl, Heimat und pure Freude. Im Karneval konnten wir alles um uns herum vergessen, haben gelacht, gesungen, geschunkelt und das Leben gefeiert. Das war unsere Zeit, unser gemeinsamer Raum voller Leichtigkeit.

Unzählige Konzertbesuche haben wir miteinander geteilt. Wir standen nebeneinander, die Musik laut, die Herzen offen, und für ein paar Stunden war alles genau richtig. Heute tragen diese Erinnerungen einen bittersüßen Schmerz in sich. Wenn ein kölsches Lied läuft, ist sie mir für einen kurzen Moment ganz nah – und gleichzeitig spüre ich den tiefen Verlust, weil wir diese Augenblicke nicht mehr gemeinsam erleben können.

Ich trauere nicht nur um ihre Abwesenheit, sondern auch um all das, was wir noch vorhatten. Und doch weiß ich, dass meine Mama weiterlebt – in meinen Gedanken, in meinen Gesten, in der Musik, die uns verbunden hat, und in allem, was sie mir mitgegeben hat. Ihre Liebe hat mich geprägt und wird mich ein Leben lang begleiten.

Die Trauer wird ein Teil von mir bleiben. Aber ich hoffe, dass sie sich mit der Zeit wandelt – dass sie neben dem Schmerz auch Dankbarkeit trägt. Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, für die unzähligen Erinnerungen, für die Musik, den Karneval und für eine Mama, die für immer einen Platz in meinem Herzen hat.